23.05.2025

Bestnote für futuristischen Holzbau

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Bereits seit über 50 Jahren messen sich an der Berufsschule in Wetzikon die Lernenden bei Modellwettbewerben. Da ist es nicht verwunderlich, dass ein Grossteil der Auszubildenden dieser Tradition folgen.

 

Nachdem die Rahmenbedingungen bekannt waren, begann der Entwurf und die Planung der Modelle. Jeder Lernende entwirft, plant und erstellt sein Modell einer Dachkonstruktion eigens für diesen Wettbewerb selbst. Das Reglement lässt dabei offen, ob die Ausführungsplanung konventionell von Hand oder mit einem CAD-Programm erarbeitet wird. Der Pflichtteil, ein Gratsparren mit vier zugehörigen Schiftern, muss jedoch von allen Teilnhehmern von Hand ausgetragen werden.

 

Bereits zu Beginn des 3. Lehrjahres konnten die Lernenden im Unterricht binnen 30 Lektionen ein CAD-Programm erlernen. Drei von fünf Klassen wurden in der Konstruktionssoftware SEMA von Jürg Hugener unterrichtet. Auf freiwilliger Basis war es den Auszubildenden möglich im Januar und Februar weitere Zusatzkurse zu belegen. Der Schwerpunkt der Auszubildenden liegt in den Betrieben im Besonderen in der handwerklichen Ausübung des Zimmermanns. Für eine Dachkonstruktion wie sie im Wettbewerb zu planen war, bedarf es jedoch auch einiges an Routine im Bereich CAD. Mit dem nötigen Know-How machten sich die Handwerker-Lehrlinge dann an die Planung, Konstruktion und Ausführung ihrer Modelle. 

 

Nach Abgabe der Modelle widmete sich das Expertenteam aus neun Unternehmern und Projektleitern von Holzbaubetrieben des Kanton Zürichs unter Leitung von Obmann Peter Schönenberger der Beurteilung und Auswertung. In die Wertung der Modelle fliessen Beurteilungen verschiedener Kriterien ein wie etwa die Werkplanung, Austragungen, Handwerkliche Ausführung, Holzliste, Originalität und Arbeitsumfang.

Viel Schweiß, Herzblut und tolle Ideen hatten die Auszubildenden in ihre Modelle gesteckt. Vor der Rangverkündung lobte Traugott Pfister, Fachgruppenleiter an der GBW, die guten Leistungen am Modellwettbewerb. Auch Erwin Peter, Präsident des Zürcher Kantonalverbandes motivierte die Auszubildenden für ihr nun letztes Lehrjahr.

 

Diesmal wurden 72 Modelle eingereicht. Bei der Hälfte der Modelle wurde der Grundriss respektive die Sparrenlage mit einem CAD-Programm gezeichnet. Zu diesen gehören auch alle drei Siegermodelle. Neben Xeno Bösch auf dem dritten Platz und dem zweitplatzierten Fadri Landolt holte sich Adrian Hugener von der Frischknecht Holzbau-Team AG den ersten Platz mit einem futuristisch anmutenden Modell. Für den Sieger des Wettbewerbs von Holzbau Schweiz des Zürcher Kantonalverbandes gab es neben Ruhm und Ehre auch eine große Werkzeugkiste als Sachpreis.

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